Mittwoch, 25. Januar 2012

Live | PN Torres del Paine

Zurück aus der eindrücklichen Welt des Parque National Torres del Paine, geduscht, neue Kleider, Perskindol für die Schultern. Einmal mehr hatten wir bestes Wetter; kein einziger Tropfen kam vom Himmel.
Die erste Nacht verbrachten wir auf dem Campamento Chileno, um früh morgens zur mirakulösen Lagune vor den Granitfelsen wandern zu können, die dem Nationalpark den Namen gegeben haben. Anschliessend ging es wieder hinunter ins Tal zum Camping Las Torres und am Tag darauf hinüber zum Campamento Los Cuernos. Hier mussten wir uns je zwei Toiletten und Duschen mit über hundert anderen Wandervögeln teilen, weil sich im Moment aufgrund des Waldbrandes alles auf ein paar Campgrounds konzentriert. Jedenfalls blieben wir trotz Wurzel durchzogenen Untergrunds zwei Nächte, um dazwischen einen Ausflug ins himmlische Valle del France machen zu können.
Es ist tragisch zu sehen, welchen Schaden ein paar Dummköpfe anrichten können, die sich nicht an die Regeln halten. Morgen sollte anscheinend ein weiterer Teil des Parks wieder öffnen. Leider zu spät für uns; dann werden wir schon in Punta Arenas sein...

Donnerstag, 19. Januar 2012

Live | Puerto Natales

Mittlerweile haben wir Erfahrungen gesammelt, wie lange es dauert, um einen ganzen Bus voll Leute an einem einzigen Schalter beim Grenzübertritt abzufertigen; einmal auf argentinischer und einmal auf chilenischer Seite.
Puerto Natales gilt als Basis für Ausflüge in den Parque National Torres del Paine. Im Gegensatz zu El Calafate hat man es geschafft, nicht vollends zum Touristen-Mekka zu werden. Morgen wollten wir eigentlich die legendäre Wanderung namens «W» machen, da aber ein paar Israelis vor drei Wochen meinten, man könne trotz des Verbots ein Feuerchen machen, ist ein grosser Teil des Nationalparks abgebrannt und die Polizei immer noch im Einsatz. Wir machen deshalb ein «U» mit vier Übernachtungen auf drei verschiedenen Campgrounds in bereits aufgestellten Zeltern (sogar mit «Mätteli»); so etwas ist im organisierten Chile tatsächlich möglich. Dafür ist das Leben hier generell leicht teurer.
Heute hat sich wieder einmal gezeigt, wie klein die Welt ist; wir haben per Zufall einen Freund aus der Schweiz getroffen. Ausserdem hatten wir die beste Pizza, die wir in ganz Südamerika gegessen haben; das Restaurant wird anscheinend von einer Schweizerin geführt und hat sogar Mousse de Toblerone auf der Karte.

Dienstag, 17. Januar 2012

Live | El Chaltén & PN Los Glaciares II

Die Busfahrt nach El Chaltén dauerte etwas mehr als drei Stunden. Nach der obligatorischen Einführung durch einen Ranger des Parque Nacional Los Glaciares mieteten wir ein Zelt, «Mätteli», einen Gasbrenner und eine Pfanne; all das für nur 13 Franken pro Tag. Mit Nahrungsmitteln hatten wir uns bereits in El Calafate eingedeckt.
Es folgte der Aufstieg in Richtung Monte Fitz Roy, wo wir unser Basislager auf einem kostenlosen Campground aufgeschlagen haben. Am nächsten Morgen sind wir zur Laguna de los Tres aufgestiegen, von wo sich der Granitriese vor blauem Himmel präsentierte. Nachmittags ging es über einen Felshaufen zur Laguna Piedras Blancas.
Am dritten Tag wanderten wir auf einem wunderschönen Wanderweg entlang mehrerer Seen hinüber auf die Seite des Cerro Torre, wo wir eine weitere Nacht - wiederum ohne fliessendes Wasser - verbracht haben.
Heute haben wir den Abstieg nach El Chaltén gemacht und dann gleich den Bus zurück nach El Calafate genommen; morgen geht es weiter nach Puerto Natales in Chile...

Samstag, 14. Januar 2012

Live | El Calafate & PN Los Glaciares I

Der Flug von BA in den argentinischen Teil Südpatagoniens dauerte nur etwas mehr als drei Stunden. Leider sank auch die Temperatur alle acht Minuten um 1°C.
El Calafate sieht etwa gleich aus wie Jasper, Banff oder Moab in Nordamerika, oder wie jedes andere Dorf, das hauptsächlich von Touristen mit Trekkingschuhen bevölkert wird. Hier gibt es aber auch ein wunderschönes Vogelschutzgebiet und ein paar wirklich tolle, von «Blumenkindern» inspirierte Restaurants.
Heute sind wir zum Perito-Moreno-Gletscher gefahren, haben ihm beim Kalben zugeschaut und uns zum Schluss sogar mit Steigeisen darauf bewegt. Das intensive Blau dieses Gletschers ist unglaublich!
Morgen nehmen wir den Bus nach El Chalten, mieten uns ein Zelt und gehen dann für vier Tage wandern...

Dienstag, 10. Januar 2012

Live | Buenos Aires

Entweder man mag Tango oder Rindfleisch, sonst kommt man wohl nicht nach BA, der Hauptstadt Argentiniens. Für uns ist es eher letzteres. Da unser Nachtflug - der nun doch direkt nach Ezeiza ging - bereits nach weniger als sechs Stunden aufsetzte, kamen wir total übermüdet an. Später in Palermo öffneten sich die Türen unseres Bed & Breakfasts erst nach viermaligem Leuten; scheinbar pflegt der Besitzer, an einem Sonntagmorgen um 8 Uhr noch zu schlafen...
In den letzten 2½ Tagen sind wir mehrheitlich herumgelaufen oder haben die «Subte» benutzt, wie hier die U-Bahn heisst. Da das bei 35ºC nicht wirklich toll ist, sind wir oft in irgendwelche Geschäfte «eingedrungen» und haben Interesse vorgetäuscht, nur um ein paar Luftzüge der Klimaanlage abzukriegen. Daneben bietet BA aber auch wirklich viele Cafés mit guter Patisserie.
Ziel jedes Einkaufs war es, eine 100-Peso-Note zu wechseln. Zwar spucken alle Geldautomaten diese Dinger, die umgerechnet einen Wert von weniger als 25 Franken haben, aus, doch akzeptiert sie fast niemand. Na ja, wenn man bedenkt, dass wir unsere gesamte Dreckwäsche für weniger als 5 Franken waschen und zusammenlegen lassen konnten, erstaunt das weniger.

Samstag, 7. Januar 2012

Live | Parque Nacional Galápagos II

Wir sind gerade wieder auf dem Festland von Ecuador angekommen und warten auf unseren Weiterflug nach Buenos Aires...
Es war eine wundervolle Woche auf den Spuren der Evolution. Auch im zweiten Teil haben wir eine Menge erlebt, zum Beispiel waren wir Schnorcheln mit Riff- und Hammerhaien, sowie verschiedenen Rochen. Gestern folgten unserem Boot ein paar Delfine, die sogar Luftsprünge vollführt haben; einfach genial! Dazu gesellte sich ein Manta-Rochen.
Jetzt ändern sich die Zeiten; wir werden nicht mehr nach Strich und Faden verwöhnt sondern müssen unsere Backpacks wieder selbst schleppen...

Dienstag, 3. Januar 2012

Live | Parque Nacional Galápagos I

Am 31. Dezember 2011 sind wir in einer Welt gelandet, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Mittlerweile sind wir schon vier Tage auf einem wunderschönen Boot mit bestem Essen unterwegs: der Galapagos Voyager. Langsam kriegen wir die «Landkrankheit»; alles schwankt.
Riesenschildkröten, Iguanas, Pelikane, Albatrosse, Schnorcheln mit Seelöwen und Meeresschildkröten, Rochen, zwischen Seelöwen an einem fantastischen Sandstrand liegen; es ist einfach unbeschreiblich! Und wir sind erst in der Hälfte...
Ein wunderschönes neues Jahr!

Samstag, 31. Dezember 2011

Live | Baños, Cuenca & Guayaquil

Nachdem wir uns in Baños inmitten der wundervollen Bergwelt ein bisschen entspannt hatten, ging es weiter in Richtung Cuenca. Je weiter wir kamen, desto (noch) schöner wurde die Umgebung. Busfahren in Ecuador ist generell eine sehr spannende Angelegenheit, so steigen fast überall Leute ein und aus, aber irgendwie findet doch immer jeder einen Platz. Nur vor, resp. in den Kurven muss man die Augen schliessen. Pro Stunde kostet dieser Spass gerade mal rund einen US-Dollar.
Cuenca ist unser absolutes Highlight, was die Städte anbelangt: schönste kolloniale Architektur, sehr sauber, lebendig und mit viel Charme.
Heute sind wir schliesslich durch den Cajas National Park hinunter nach Guayaquil gefahren. Mit jedem Höhenmeter wurde es schwüler und wärmer. Die grüne Bergwelt wird rund 3000m tiefer zuerst von Reisfeldern, dann von Bananenplantagen abgelöst.
Morgen fliegen wir auf die Galápagos-Inseln...

Dienstag, 27. Dezember 2011

Live | Quito, El Corazon & Baños

Nach einem unendlich langen Flug sind wir am 24. Dezember 2011 in Quito angekommen.
Nachdem wir mindestens zehn Stunden in der Casa Helbling geschlafen haben, sind wir zu Fuss durch die Hauptstadt Ecuadors gezogen; insbesondere deren Altstadt hat ziemlich viel kollonialen Charme. Sonntags ist sie komplett autofrei, aber leider sind auch die meisten Geschäfte geschlossen.
Schon am ersten Tag wollte uns ein Taxifahrer «veräppeln»; für eine kurze Fahrt wollte er 25 US-Dollar. Schliesslich gab er sich mit immer noch teuren 5 US-Dollar zufrieden (wir buchen das als Entwicklungshilfe ab). So hat es als Weihnachtsmenu noch für ein «Lomo» (Filet) gereicht, hoffentlich nicht zum letzten Mal...
Gestern wagten wir die Wanderung auf den 4790m hohen Vulkan El Corazon; eine Grenzerfahrung sondergleichen trotz privatem Bergführer. Je höher wir kamen, desto mehr wurde jeder Schritt zur Qual, jede kritische Stelle mit Schwindelgefühl und Kopfweh zur psychischen Herausforderung. Und doch: wir haben es geschafft!
Heute sind wir mit dem Bus südlich nach Baños gefahren.

Samstag, 24. Dezember 2011

Live | América del Sur 2011/12

In wenigen Minuten rollen wir an Bord eines Airbus A319 von Iberia zur Startbahn. Nach einem Transfer in Madrid geht es auf direktem Weg weiter nach Quito, wo wir um 17.25 (EST) landen sollten.
Besten Dank schon jetzt an alle, die uns mit Informationen oder einem Beitrag an unsere Hochzeitsreise unterstützt haben.
Frohe Weihnachten; der (Süd-) Sommer kann kommen...